Hintergrundinformationen
zum Motiv:
Hl.
Martin von Tours
Bildvorlage:
Kirchenfenster der Egerkinger Kirche, ausgebaut bei der totalen Kirchenrenovation
im Jahre von 1982, Zeichnung Martin von Arb
Martin
von Tours, geboren 316 oder 317 als Martinus (abgeleitet vom Kriegsgott
Mars), wuchs als Sohn eines römischen Tribuns in Pannonien im heutigen
Ungarn auf. Die Jugend verbrachte er in Pavia, der Heimat seines Vaters
in Oberitalien, wo er erstmals mit dem Christentum in Berührung kam.
Widerwillig beugte Martinus sich dem Gebot des Vaters, der selbst als Militärtribun
diente, und schlug eine Militärlaufbahn ein. Er wurde er erst 356
nach Ableistung seiner 25-jährigen Dienstzeit im Alter von 40 Jahren
von Julian aus dem Heerdienst entlassen. Am 4. Juli 372 wurde er zum Bischof
von Tours geweiht. Am 8. November 397 starb Martin im Alter von 81 Jahren
auf einer Visite in Candes, einer Stadt seines Bistums. Er wurde am 11.
November in Tours unter großer Anteilnahme der Bevölkerung beigesetzt.
Der Tag seiner Verehrung wurde auf den 11. November festgelegt. Bald entstehen
etliche Legenden mit Erzählungen von Wundern Martins. So wurden ihm
beispielsweise Totenerweckungen zugeschrieben. Eine weitere Überlieferung
besagt, dass Martin im Jahr 371 in der Stadt Tours von den Einwohnern zum
Bischof ernannt werden sollte. Martin, der sich angeblich des Amtes unwürdig
empfand, habe sich in einem Gänsestall versteckt. Die aufgeregt schnatternden
Gänse verrieten aber seine Anwesenheit, und er musste das Bischofsamt
annehmen. Davon leite sich der Brauch der „Martinsgans“ ab.
